Nachdem ich heute einen recht schönen und erfolgreichen Tag mit den F Jugendteams erleben durfte, die F2 hat ihr erstes Spiel mit 7:1 gewonnen und die F1 konnte ein gutes 4:4 erreichen, wurde ich Kurzerhand noch als Schiedsrichter für die E1 verpflichtet. Bei Bambinis oder F Jugend habe ich da nie ein Problem mit und mache dies auch gerne, bei der E Jugend ist es da schon anders da es um Punkte geht und das Zweikampfverhalten in der Regel doch schon intensiver ist. Aber nun gut wie heißt es so schön, alles für den Dackel alles für den Club.
Nachdem ich mich nochmal kurz über die Regeln via Iphone rückversichert habe, hieß es dann auch schon Flip Flops aus und ab die Mannschaften aufs Feld geführt. Anpfiff, ab jetzt heißt es konzentriert sein und hoffentlich alles richtig bewerten. Keine 2 Minuten gespielt, gestrecktes Bein gegen einen Bickenbacher Spieler, der erste Pfiff und schon ein Freistoß für die Heimmannschaft. Der zweite Pfiff soll nicht lange auf sich warten lassen, denn das 1:0 resultiert genau aus diesem Freistoß. Zu diesem Zeitpunkt ist noch nicht abzusehen wie fair und einseitig das Spiel wird und ich hoffe das ich es im Griff behalte. Doch die Folgeminuten zeigen es wird ein einseitiges Spiel zu Gunsten von Bickenbach und was wichtiger ist es bleibt sehr fair. So gab es bis zur Halbzeit, 5:0 für Bickenbach, wenig zu tun und meine Befürchtung war unbegründet. Eine Erkenntnis konnte ich dann aber doch noch gewinnen, entgegen meiner Meinung das in den seltensten Fällen ein Schiedsrichter im Kleinfeld die Hilfe der Linienrichter in Anspruch nimmt tat ich das sehr wohl und muss sagen das ich froh war das ich die Hilfe an der Seite hatte. So sorgte ich mit einer unfreiwilligen Sturzeinlage, wer hat den Platz denn da gewässert, für den Lacher des Spiels.
Nach der Halbzeitpause war ich dann gleich wieder gefordert, erste Aktion und ich musste gleich auf den Punkt zeigen. Der foulende Spieler beschwerte sich als Einziger, doch das Foul war einfach zu klar. Der Strafstoß für die Gäste sollte dann sein Ziel verpassen, aber das Spiel wurde etwas ausgeglichener was auch heißt die Zweikämpfe wurden intensiver. Jedoch muss ich sagen, das Spiel an sich war super fair und beide Mannschaften machten es dem Schiedsrichter einfacher. Am Ende gab es zwar mehr Pfiffe von mir in der zweiten Hälfte, doch das Spiel war auch einfach zu einseitig um als Schiedsrichter wirklich was Falsch machen zu können. Der Endstand sollte dann 7:2 für die SKG sein und ich konnte die zweite Hälfte Sturzfrei überstehen.
Was für mich als Erfahrung bleibt ist das es gar nicht so leicht ist für einen Schiedsrichter wie es von Außen ausschaut. Man muss über die volle Spielzeit hoch konzentriert sein, was eine Konditionelle Frische voraussetzt. Zugegeben meine Frische reicht da gerade mal für die E Jugend, aber es geht ja hier auch nur um die Erfahrung und nicht um meine Fitness. Ich sag mal so, einen Spieler kann man an einem schlechten Tag auswechseln, das geht beim Schiedsrichter meistens nicht. Außerdem ist es oft gar nicht so einfach zu beurteilen, man hat nur einen Blickwinkel und dieser kann sehr anders aussehen als der vom Spielfeldrand. Es hatte also vielleicht auch was Gutes das ich da mal ein Spiel gepfiffen hab, vielleicht bin ich ja beim nächsten Aktivenspiel mal nicht so kritisch wenn ein Unparteiischer mal wieder eine komische Entscheidung trifft, schließlich hab ich ja selbst schon den Job machen müssen. Doch ich denke wenn ich mal wieder als Zuschauer am Platz stehe, ist das SKG Herz größer als der Verstand und der Blickwinkel wieder ein ganz Anderer. Doch ich werde mir Mühe geben nicht ganz so kritisch zu sein.
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